Rede zum Abschied von Küster Heinrich Wienold am 11.1.2026
von Petra Mecklenbrauck
Liebe Gemeinde, lieber Pater Dominik und heute und hier besonders lieber Heinrich Wienold,
in der Gottesdienstordnung vom Januar hat Pater Dominik bereits eine zauberhafte und detaillierte Laudatio auf unseren Küster Heinrich Wienold formuliert! Wir können diese besondere und so einfallsreiche Würdigung nicht toppen, ja nicht überbieten – und möchten lediglich folgendes mit einem Überreichen von einem Geschenk anfügen.
Ja, wenn ich den Küster Heinrich Wienold bei seinem Dienst in unserer Stiftskirche so manches Mal beobachten durfte, so beeindruckte mich stets seine Korrektheit und Sorgfalt in all seinen Ausführungen und seine enorme Geduld – etwa wenn sich die zweite Adventskranzkerze neulich zierte und aber auch gar nicht entzünden lassen wollte! Und dies war nur eine der ganz kleinen Herausforderungen…!
Seine Ruhe und Ausgeglichenheit erinnerte mich stets an den Slogan des erfolgreichen amerikanischen Erfinders Henry Ford, der wie Heinrich Wienold sich der Technik verschrieben hatte. Er prägte diesen Satz: „Der größte Feind der Qualität ist die Eile.“
Und so kam alles zielsicher bei dem Küster Heinrich Wienold pünktlich bis kurz vor Beginn der Hlg. Messe oder einer der vielen anderen kirchlichen Begebenheiten zustande. Und mit ihm gehen jetzt auch etliche Geschichten rund um die Historie von St. Johannes Evangelist.
Heinrich konnte – wenn er wollte – so manches berichten, was die Zuhörerin und den Zuhörer stets bereicherte. Gewiss, Heinrich Wienold ist ein Langener Urgestein, und ein handfester Münsterländer dazu und von daher manchmal eher etwas wortkarg, aber wenn er in Stimmung war, dann konnte er die markantesten Geschichten rund um Cappenberg und Langern erzählen.
Und so hoffen wir sehr, dass er uns alle durch seine zukünftigen Besuche in unseren Kirchen nah bleibt!
Außerdem war Heinrich Wienold ein wundervoller Kollege, denn Kathrin Vortmann, unsere Küsterin, berichtete noch vor kurzem; wie gut alles gemeinsam mit Heinrich zu händeln war…
Da nahm einer auf der anderen Rücksicht – und man kooperierte in allen sich ergebenden Belangen! Die Aufgabenteilung war immer elegant gelöst. Und wenn der eine nicht an etwas dachte, so hatte der andere es bereits vorauseilend im Blick:
Und jeder Küster und jede Küsterin ist ein 100% Stellvertreter des Pfarrers - so dieser nicht selbst anwesend ist. Heinrich hat nun auch noch einen Vornamen, der dies unterstreicht, denn Heinrich bedeutet auf althochdeutsch genau: Herr im Haus… Und dies war er auf eine unnachahmliche Art und völlig ohne lautes Getöse… Ja, Heinrich war eine Instanz hier in der Cappenberger Stiftskirche und ebenso in der Langener Antoniuskapelle… Denn unsere Küster und Küsterinnen sind ja stets Allround-Talente!
Und Henry Ford, der wie Heinrich Wienold sich ergebende technische Probleme mit Know-how und manchmal betörender Raffinesse löste, gehört hier noch einmal ein abschließendes Wort, das unser Motto auch weiterhin bleiben sollte:
„Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg!“
In diesem Sinne hoffen wir auf einen weiterhin positiven Verlauf in der Kirchengeschichte von Cappenberg und Langern, denn Heinrich Wienold erfüllte diese Botschaft!
Ja, wir alle danken Dir sehr, Heinrich Wienold, für Deine so individuelle und unnachahmliche Art und Deine immerwährenden Aktivitäten rund um die Stiftskirche und die Antoniuskapelle und Ihre Gläubigen! Und mit einem Augenzwinkern: Deine Ära ist noch nicht ganz zu Ende!
So überreicht Dir nun lieber Heinrich Wienold die 1. Vorsitzende des Pfarreirates, Manuela Hunold-Vervoort, im Namen des Pfarreirates und des Kirchenvorstands, einmal einen kleinen symbolischen Stern und sodann einen ganz speziellen Stern, denn Du bist für uns alle – von jedem neuen Pfarrer angefangen, der jeweils zu Beginn seiner Amtszeit die Zeichen in Cappenberg und Langern verstehen musste, bis hin zur Messdienerin und dem Messdiener oder allen Besucherinnen und Besuchern - hier immer ein leuchtender und prägender Stern gewesen, der den Weg präzise weisen konnte.
Dieser opulente Stern hier ist unübersehbar mit seinen 40 x 60 Zentimetern und mit seinem besonderen Prädikat!
„Bester Küster“ steht hier eingegeben– denn das bist unzweifelhaft: Du!
Außerdem hoffen wir, dass Du mit den Gutscheinen für die Restaurationen „Kloster“ in Werne und „Wittenbrinks Hof“ mit Deiner Frau Marianne, die so manches Mal auf Dich verzichten musste - ein paar wunderbare gemeinsame Stunden erleben kannst. Dir von uns allen hier sei eine frohe Zeit gewünscht - und – höre nicht auf, anderen ein wegweisender Stern zu sein!
Nun möchten wir auch den neuen Küster, Herrn Santhan Dias, willkommen heißen – mit einem Stern, denn er hat nun Weisungsbefugnis!
Wir danken Ihnen!