Gemeinde




Die diesjährige Fastenaktion unserer Pfarrge­meinde steht unter dem Motto  

„Kirchenträume“:

Alle Besucher und Be­sucherinnen der Stifts­kirche können während der Fastenzeit ihren Traum von einer Kirche in der Zukunft auf ei­nem Stück Papier hinterlassen: 

„Ich träume von einer Kirche, die  

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Unsere Fastenaktion: Ein Beispiel für einen Kir­chentraum von Pfarrer Karl-Heinz Berger

Ich wünsche mir eine Kirche, die mitten in der Welt steht und sie nicht verachtet, in der das Leben gefei­ert wird und die Liebe, das Verzeihen und die Barm­herzigkeit, das Ster­ben und das Auferstehen, in der es möglich ist, dass Men­schen ihrem Leben einen ganz eigenen Ausdruck geben dür­fen, ohne moralische Bewertung. 

Ich wünsche mir eine Kir­che, in der Kränkungen im­mer weniger werden und Macht­positionen keine Rolle mehr spielen, in der einer auf den anderen hört. 

Ich wünsche mir eine Kirche, die den Segen und die Gnade Gottes nicht gepachtet hat, sondern denen be­din­gungslos schenkt, die danach verlangen. 

Ich wün­sche mir eine Kirche, die ihre Augen auf jene rich­tet, die am Rande stehen und die den Hunger der Men­schen teilt, den Hunger nach Brot und den Hun­ger nach Liebe.

Meine Geschichte könn­ten. Letztlich ging es immer wieder darum, echt in seinem Leben zu sein und zu erkennen, Ich bin katholischer Priester seit 1980. In der Gemeinde­arbeit bin ich vielen Menschen be­gegnet, meist waren es Suchende, nach einem Sinn für ihr Leben, nach Erfül­lung, nach Mög­lichkeiten, ihren eigenen Weg gehen zu dürfen, unabhängig davon, was andere über sie denken könnten. 

Letztlich ging es immer wieder darum, echt in seinem Leben zu sein und zu erkennen, dass eben dies auch an­dere Menschen bereichern kann. 

Ausgangs­punkt solcher Begleitung ist mein Glaube, den ich in der Tradition meiner Kirche zu leben versuche. Da­bei gebe ich mich nicht einfach mit dogmatischen Weis­heiten zufrie­den, ich will selbst ein Suchender bleiben und ich möchte die Menschen so lieben, wie sie sind, an­ders gesagt: Wie Gott sie gemeint hat. 

Das bedeutet manchmal, aus dem sicheren Pferch auszu­brechen und die Mauern zu über­springen, hinter die man hin und wieder auch durch die Religion geraten kann. „Zur Freiheit hat uns Chris­tus befreit“ (Gal 5,1). Es ist eine Freiheit für alles, keine Frei­heit gegen alle und al­les. 

Ich glaube fest daran, dass die Kirche sich verändern kann durch das Evangelium. Dann wird sein 

° statt Mangel - überquellende Fülle

° statt Last - Lust und Freude an Gott und am Leben

° statt der Mächtigkeit und der Macht Einzelner -Soli-

  darität und Verantwortung aller

° statt Klerikalismus - das Priestertum aller Getauften

° statt Opfer und Pflicht - Liebe und Barmherzigkeit

° statt Angst - eine befreiende und befreite Hoffnung

° statt Sicherheit - immer wieder neuer Aufbruch



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